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		<title>BFA-PPP</title>
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		<description>Aktuelles von bfa-ppp</description>
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			<title>BFA-PPP</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 17:11:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Brot für alle: Jubiläumsjahr und etwas mehr Privatspenden</title>
			<link>http://www.ppp.ch/de/deutsch/generalarchiv/single-news/article/8/599/</link>
			<description>2011 war für Brot für alle ein Jahr mit erfolgreicher Entwicklungsarbeit und vielfältigen Feiern...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildete die „Suppe der Solidarität“, die Starkoch Anton Mosimann am 11. November 2011 in Bern zubereitete. Sie schmeckte nicht nur Bundesrat Didier Burkhalter sondern auch den vielen Freiwilligen aus der ganzen Schweiz, die zum Dank für ihren Einsatz eingeladen waren. Ihnen und der ganzen Bevölkerung schenkte <i>Brot für alle </i>zum Jubiläum zudem mehrere eindrückliche Chorkonzerte, wo Jodelklänge aus der Toggenburger Messe, Choräle der Misa Criolla und Gospels aus Südafrika miteinander verwoben wurden.<br /><br /></p>
<h5>Neue Stiftungsratspräsidentin</h5>
<p class="bodytext">Auf Anfang 2012 hat Jeanne Pestalozzi Racine das Präsidium des Stiftungsrates von<i> Brot für alle </i>von Ulrich Siegrist übernommen. Stimulierende Impulse für die eigenen Projekte wie die Arbeit der Partnerwerke gibt die im Jubiläumsjahr ins Leben gerufene Dialogplattform für den Erfahrungsaustausch mit Fachleuten aus dem Süden. <i></i></p>
<p class="bodytext"><i>Brot für alle </i>blickt auch finanziell auf ein zufriedenstellendes Jahr zurück. 11.8 Millionen Franken (+0.2 Prozent) freie und zweckgebundene Spenden sowie Legate gingen ein. Private sowie Stiftungen und Institutionen unterstützten das evangelische Hilfswerk etwas stärker, während die Spenden und Beiträge von Kirchgemeinden und Kantonalkirchen stabil blieben. Weitere 5.1 Millionen Franken erhielt Brot für alle von der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) als Programmbeiträge.<br />&nbsp;</p>
<h5>Neu gegründete Kooperationsgemeinschaft</h5>
<p class="bodytext"><i>Brot für alle</i> stärkt die Projektarbeit seiner zwölf Partnerwerke durch Spendensammeln und beim Qualitätsmanagement. Die Gruppe wurde 2011 neu als Kooperationsgemeinschaft (KoGe) von der DEZA in den inneren Kreis der Partner der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit aufgenommen. <i>Brot für alle</i> wurde dabei mit der Rolle der Koordinatorin der KoGe beauftragt. </p>
<p class="bodytext">Als Entwicklungsdienst der evangelischen Kirchen der Schweiz tritt <i>Brot für alle </i>für soziale, politische und wirtschaftliche Strukturen ein, die eine nachhaltige Entwicklung erst ermöglichen und fördern und zu mehr Gerechtigkeit weltweit führen. Diese Bildungs- und Informationsarbeit stützt sich auf entwicklungspolitische Arbeiten in den Bereichen „Klima und Entwicklung“, „Recht auf Nahrung“, Fairer Finanzen“, Unternehmen und Menschenrechte“ sowie „Fairer Handel“. </p>
<p class="bodytext"><a href="de/deutsch/ueber-uns/jahresbericht/" class="internal-link" >Jahresbericht, Revisionsbericht und Jahresrechnung herunterladen »</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Medienmitteilungen</category>
			<category>Über uns</category>
			<category>Entwicklungspolitik</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 17:11:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Dunkle Deals und mangelnde Verantwortung: Ernüchternde Bilanz an erster Glencore-GV</title>
			<link>http://www.ppp.ch/de/deutsch/generalarchiv/single-news/article/8/598/</link>
			<description>Undurchsichtige Geschäfte, Steuerflucht, Missachtung von Menschen- und Umweltrechten: Ein Jahr nach...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Anlässlich der ersten Generalversammlung des Zuger Rohstoffkonzerns hat die britische NGO <a href="http://www.globalwitness.org/" target="_blank" class="external-link-new-window" >„Global Witness“</a> Recherchen zu Geschäften von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo publiziert. Sie zeigen ein Geflecht intransparenter Deals, primär mit Firmen des Israeli Dan Gertler, der eng mit Kongos Präsident Kabila befreundet ist. Offenbar hat Kongos Regierung Lizenzen für Kupfer- und Kobaltminen weit unter Marktwert verkauft, viele davon an den Mittelsmann Gertler. Durch diese korrupte Praxis könnten Kongos Bevölkerung dringend benötigte Einnahmen von über fünf Milliarden Dollar entgangen sein.<br /><br />Glencore, mit 186 Milliarden Dollar Umsatz zweitgrösster Schweizer Konzern, ist zwar seit einem Jahr an den Börsen von London und Hongkong kotiert. Trotzdem finden sich im Geschäftsbericht kaum Informationen zu diesen umstrittenen Geschäften. Genau so wenig wie zu den jüngst publik gewordenen Vorwürfen, Glencore kaufe über Zwischenhändler im Kongo von Kindern geschürfte Rohstoffe, halte sich nicht an gesetzliche Arbeitsstandards und habe durch seine Bergbau-Aktivitäten den Fluss Luilu massiv verschmutzt.<br /><br />In Kolumbien wiederum, wo Glencore Kohleminen betreibt, wurde der Konzern im Januar 2012 gebüsst, weil er seine Aktienmehrheit bei mehreren Tochterunternehmen nicht registrieren liess. Aktuell untersucht der Rechnungsprüfungshofs Glencores Bergbau-Lizenzen und die mögliche Übervorteilung Kolumbiens. Etwas Licht ins Dunkel könnte in solchen Fällen die länderweise Publikation der an Förderländer bezahlten Steuern und Abgaben bringen, wie dies neue Gesetze in den USA und der EU anstreben.<br /><br />Dass Glencore regelmässig für Negativschlagzeilen sorgt, ist Folge seiner hochriskanten Geschäftsstrategie. So lagen wertmässig 2011 über 70 Prozent der Produktionsanlagen im Kongo, in Kolumbien, Kasachstan oder Äquatorialguinea, also in besonders korruptions- und konfliktreichen Regionen. Dass die Minimierung sozialer und ökologischer Risiken im Rohstoffsektor eine gemeinsame Verantwortung von Staat und Firmen ist, betonte Alexander Karrer vom Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) kürzlich am „Global Commodities Summit“ in Lausanne. Neben Firmen wie Glencore muss also auch die politische Schweiz aktiv werden und Transparenz- und Sorgfaltsstandards für den Sektor verbindlich gestalten, so wie es die NGO-Kampagne <a href="http://www.rechtohnegrenzen.ch/de/" target="_blank" class="external-link-new-window" >Recht ohne Grenzen</a> fordert.</p>
<p class="bodytext"><i>Medienmitteilung von Arbeitsgemeinschaft Schweiz-Kolumbien, Brot für alle, Erklärung von Bern, Fastenopfer, Swissaid</i></p>]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Home</category>
			<category>Entwicklungspolitik</category>
			<category>Unternehmensverantwortung</category>
			<category>Glencore</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 15:08:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Glencore-Bericht: Grosse Medienresonanz </title>
			<link>http://www.ppp.ch/de/deutsch/generalarchiv/single-news/article/8/593/</link>
			<description>Der von Fastenopfer und Brot für alle veröffentlichte Bericht zur Tätigkeit von Glencore in der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Neben Schweizer Radios und Fernsehen sowie führenden Zeitungen berichten auch viele Online-Newsportale über die unhaltbaren Zustände im Kongo. Hier eine kleine Auswahl:<br /><b><br />Deutsch</b></p><ul><li><a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=41f0a2b9-45ce-41af-8196-103890823afc" target="_blank" class="external-link-new-window" >SF &quot;10 vor 10&quot; (16.4.12): Kinderarbeit und verschmutzte Gewässer</a></li><li><a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/echo-der-zeit/2646.bt10220803.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >SR DRS &quot;Echo der Zeit&quot; (16.4.12): Kongo - mit blossen Händen Kupfer fördern </a></li><li><a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/rendez-vous/2753.bt10220725.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >SR DRS &quot;Rendez-vous am Mittag&quot; (16.4.12): Minenarbeiter im Süden Kongo</a></li><li><a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/rendez-vous/2753.bt10220726.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >SR DRS &quot;Rendez-vous am Mittag&quot;(16.4.12): Hilfswerke beschuldigen Rohstoffkonzern Glencore</a></li><li><a href="http://www.swissinfo.ch/ger/politik_schweiz/Rohstoffabbau:_Straffreiheit_auch_in_der_Schweiz.html?cid=32489250" target="_blank" class="external-link-new-window" >Swissinfo (16.4.2012): Rohstoffabbau: Straffreiheit auch in der Schweiz</a></li><li><a href="http://www.20min.ch/finance/news/story/Verdient-Glencore-an-dieser-Horror-Mine-mit--27402142" target="_blank" class="external-link-new-window" >20 Minuten Online (16.4.12): Verdient Glencore an dieser Horror-Mine?</a></li><li><a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/wirtschaft/334268.schwere-vorwuerfe-an-glencore.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >SR DRS &quot;Nachrichten&quot; (16.4.12): Schwere Vorwürfe an Glencore</a></li><li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Schweizer-Hilfswerke-klagen-Glencore-an/story/21510046" target="_blank" class="external-link-new-window" >Tages-Anzeiger (16.4.12): Schweizer Hilfswerke klagen Glencore an</a></li><li><a href="http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/menschenrechte-glencore-am-pranger" target="_blank" class="external-link-new-window" >Handelszeitung (16.4.12): Menschenrechte: Glencore am Pranger</a></li><li><a href="http://www.aargauerzeitung.ch/international/kinderarbeit-in-kongo-hilfswerke-haben-glencore-im-focus-124114873" target="_blank" class="external-link-new-window" >Aargauer Zeitung (16.4.12): Kinderarbeit in Kongo: Hilfswerke haben Glencore im Fokus</a></li><li><a href="http://www.fr-online.de/panorama/rohstoffgigant-glencore-in-der-kritik,1472782,14826800,view,asTicker.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Frankfurter Rundschau (16.4.12): Helfer prangern Glencore an - Rohstoffkonzern widerspricht</a></li><li><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/im-bergbau-werden-haende-schmutzig_1.16481963.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >NZZ (17.4.12): Im Bergbau werden Hände schmutzig</a></li></ul><p class="bodytext"><br /><b><br />Französisch</b></p><ul><li><a href="http://www.rts.ch/video/info/journal-19h30/3927066-le-geant-des-matieres-premieres-glencore-est-accuse-de-faire-travailler-des-enfants-au-congo.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >RTS &quot;Téléjournal&quot; (16.4.12): Le géant des matières premières Glencore est accusé de faire travailler des enfants au Congo</a></li><li><a href="http://www.rts.ch/info/suisse/3924500-le-geant-minier-suisse-glencore-lie-au-travail-des-enfants-en-rdc.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >RTS &quot;Mise au Point&quot; (15.4.12): Le géant minier suisse Glencore lié au travail des enfants en RDC</a></li><li><a href="hhttp://www.rts.ch/video/info/journal-19h30/3924918-glencore-la-plus-grande-entreprise-suisse-specialisee-dans-l-exploitation-de-matieres-premieres-et-le-negoce-entrouvre-ses-portes.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >RTS &quot;Le Journal&quot; (15.4.12): Glencore entrouvre ses portes</a></li><li><a href="fileadmin/deutsch/2_Entwicklungpolitik_allgemein/C_Wirtschaft und MR/Le_temps.pdf" title="APPLICATION, Le temps, Le_temps.pdf, 616 KB" >Le Temps (16.4.12): Les activités de Glencore au Katanga<br />a nouveau dans la ligne de mire des ONG</a></li><li><a href="http://www.swissinfo.ch/fre/economie/Multinationales:_l_impunite_passe_par_la_Suisse.html?cid=32490100" target="_blank" class="external-link-new-window" >Swissinfo (16.4.12): Multinationales: l’impunité passe par la Suisse</a></li><li><a href="http://www.lematin.ch/economie/entreprises/glencore-centre-violentes-critiques/story/28444179" target="_blank" class="external-link-new-window" >Le Matin (16.4.12): Glencore au centre de violentes critiques</a></li><li><a href="http://www.romandie.com/news/n/Glencore_mise_sur_les_profits_et_non_sur_les_droits_de_l_homme_etude_ONG91160420120624.asp" target="_blank" class="external-link-new-window" >Romandie.com (16.4.12): Glencore mise sur les profits et non sur les droits de l'homme</a></li></ul><p class="bodytext"><br /><b>Englisch</b></p><ul><li><a href="http://www.guardian.co.uk/business/2012/apr/14/glencore-child-labour-acid-dumping-row" target="_blank" class="external-link-new-window" >The Guardian (14.4.12): Mining giant Glencore accused in child labour and acid dumping row</a></li><li><a href="http://www.telegraph.co.uk/finance/commodities/9205869/Glencore-accused-of-child-labour-in-Democratic-Republic-of-Congo.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Telegraph (16.4.12): Glencore accused of 'child labour' in Democratic Republic of Congo</a></li><li><a href="http://www.bbc.co.uk/news/business-17726865" target="_blank" class="external-link-new-window" >BBC (16.4.12): Glencore linked to acid waterfall in DR Congo</a></li><li><a href="http://worldradio.ch/wrs/news/switzerland/ngos-target-swiss-based-firm-for-human-rights-abus.shtml" target="_blank" class="external-link-new-window" >World Radio Switzerland (16.4.12): NGOs target Glencore for alleged abuses</a></li></ul><p class="bodytext"><br /><b>&nbsp;Italienisch</b></p><ul><li><a href="http://www.cdt.ch/confederazione/cronaca/61736/pesanti-accuse-contro-glencore.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >Corriere del Ticino (16.4.12): Pesanti accuse contro Glencore</a></li><li><a href="http://reteuno.rsi.ch/home/networks/reteuno/radiogiornale.html?po=b92dd813-3403-4c6e-befd-e857a722e670&amp;date=16.04.2012#tabEdition" target="_blank" class="external-link-new-window" >RSI Rete1 (16.4.12): Radiogiornale delle 12.30</a></li><li><a href="http://www.swissinfo.ch/ita/politica/Multinazionali:_limpunita_passa_anche_dalla_Svizzera.html?cid=32477720" target="_blank" class="external-link-new-window" >Swissinfo (16.4.12): Multinazionali: l'impunità passa anche dalla Svizzera</a></li></ul><p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h5>Danke an alle Spender/innen!</h5>
<p class="bodytext">Der Bericht zu Glencore und das damit verbundene Medienecho haben verschiedene Menschen dazu bewogen,<i> </i>die Recherchearbeit von<i> Brot für alle </i>mit einer Spende finanziell zu unterstützen. Dafür danken wir herzlich! <br />Gerne halten wir Sie über unsere Arbeit auf dem Laufenden. Abonnieren Sie unseren <a href="http://www.brotfueralle.ch/index.php?id=253" target="_blank" class="external-link-new-window" >Newsletter »</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Home</category>
			<category>Über uns</category>
			<category>Entwicklungspolitik</category>
			<category>Unternehmensverantwortung</category>
			<category>Glencore</category>
			<category>Faire Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 08:36:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Synpa leistet unermüdliches Engagement für Bauernrechte und gegen „Land Grabbing“</title>
			<link>http://www.ppp.ch/de/deutsch/generalarchiv/single-news/article/8/586/</link>
			<description>Die Bauerngewerkschaft Snypa, Gewinnerprojekt der Aktion „A Voice in Rio“ und Partnerorganisation...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Während die lokalen Bäuerinnen und Bauern ihr Land verkaufen müssen, weil sie nicht die notwendigen Mittel haben, um es zu bestellen, liegen grosse fruchtbare Flächen, die von Dritten aufgekauft wurden, brach“, sagt Nestor Mahinou von der beninischen Bauerngewerkschaft Synergie Paysanne SYNPA, Gewinnerprojekt der Aktion „A Voice in Rio“. Die neuen Besitzer – Beamte, Politiker, Mitglieder lokaler Eliten – warten darauf, dass die Preise ansteigen, um das Land lukrativ an Investoren weiterzuverkaufen, die zum Beispiel Agrotreibstoffe für den Export herstellen. Das Geld, das die Kleinbauernfamilien für ihr Land erhalten, ist schnell verbraucht. Ihre Ernährungs- und Lebensgrundlage haben sie jedoch für immer verloren.</p>
<h5>Das Schweigen brechen</h5>
<p class="bodytext">SYNPA hat es sich zum Ziel gemacht, die&nbsp; Öffentlichkeit und die Regierung auf die negativen Auswirkungen des Land Grabbings in Benin aufmerksam zu machen. Die Regierung wird dazu angehalten, sich für einen Stopp des Land Grabbings einzusetzen und den Zugang der Bauern und Bäuerinnen zu Land und produktiven Ressourcen zu sichern, sodass auch die künftigen Generationen in Würde von der Landwirtschaft leben können. „Man muss das Schweigen über das Thema Land Grabbing brechen – darüber zu schweigen ist das Schlimmste“, sagt Simon Bodea, Generalsekretär von SYNPA.&nbsp; </p>
<p class="bodytext">Und das tut die Gewerkschaft&nbsp; mit Erfolg:&nbsp; Eine Studie, die SYNPA mit Unterstützung von Brot für alle durchführte, dokumentierte jüngst Fälle von massiven Landkäufen. Die Studie war ein wichtiges Instrument für die&nbsp; Lobby¬- und Öffentlichkeitsarbeit der Bauerngewerkschaft. In der Region Toffo konnte sie bereits den Erlass einer Verordnung bewirken, die die Bodenspekulation wirksam eindämmen soll. <br /><br />Ein internationaler Workshop – organisiert im Februar 2012 von SYNPA in enger Zusammenarbeit mit <i>Brot für alle</i> -&nbsp; diente zum Erfahrungs- und Wissensaustausch von westafrikanischen Organisationen, die sich im Kampf gegen Land Grabbing engagieren. Erste direkte Erfolgen sind in Benin zu verzeichnen: SYNPA wurde dank des Medienechos rund um den Workshop vom Präsidenten der Nationalversammlung empfangen. Er versprach sich dafür einsetzen, dass SYNPA bei der Überarbeitung des neuen Landgesetzes einbezogen wird. Würden die Eingaben von SYNPA integriert, könnte das Gesetz ein wirksamer Schutz gegen Land Grabbing in Benin sein. Hierfür setzte sich die Gewerkschaft bereits seit geraumer Zeit ein und ihre Beharrlichkeit zahlt sich nun: Sie wird vor der Abstimmung über das Landgesetz bei einem nationalen Workshop die Möglichkeit bekommen, die Abgeordneten zu sensibilisieren. „ Der Workshop und die Unterstützung von Brot für alle hat uns geholfen, einen wichtigen Schritt weiter zu kommen“, bekräftigt Simon Bodea. <br /><br /></p>
<h5>Internationaler Tag der Landlosen: Das Land gehört denen, die es bebauen! </h5>
<p class="bodytext">Der Workshop in Benin legte ausserdem den Grundstein für eine regionale Dynamik, die auf dem Austausch und gemeinsamen Aktivitäten basiert. Als erste grosse Aktion, entschieden sich die Teilnehmenden, dem Aufruf der internationalen Bauernbewegung La Via Campesina zu folgen und am Tag der Landlosen Grossaktionen zum Kampf gegen Land Grabbing durchzuführen. Der 17. April wurde von Via Campesina zum internationalen Aktionstag ausgerufen, nachdem 1996 in Brasilien 19 Bauern und Bäuerinnen massakriert wurden, weil sie um ihr Land und für soziale Gerechtigkeit kämpften.&nbsp; </p>
<p class="bodytext">Das Netz der teilnehmenden Organisationen wächst&nbsp; mit jedem Jahr. ‚Stopp Land&nbsp; Grabbing: Das Land gehört denen die es bebauen‘, ist die Devise für 2012. „Auf der ganzen Welt gehen am 17. April die Bauern und Bäuerinnen auf die Strasse, um für ihre Rechte zu kämpfen. Diese internationale Solidarität stärkt unser Anliegen und kann von den Mächtigen nicht länger ignoriert werden, “ so Bodea.<br />&nbsp;</p><div><h5><b>Synergie Paysanne stärkt die Rechte der Bäuerinnen und Bauern</b></h5></div><p class="bodytext">SYNPA wurde vor zehn Jahren gegründet und zählt rund 1300 Mitglieder in fast fünfzig Gemeinden. Die Gewerkschaft stärkt die Rechte der Bäuerinnen und Bauern: ihre Informations-und Sensibilisierungsarbeit erreicht auch die Menschen in entlegenen Gebieten. Viele lernen so ihre Rechte überhaupt erst kennen und werden darin unterstützt, ihr Land besser gegen den Zugriff ausländischer Firmen oder Grossgrundbesitzer zu schützen. Die gezielte Förderung und Einbeziehung der weiblichen Mitglieder gehört zu den Schwerpunkten von Synergie Paysanne.</p>
<p class="bodytext">SYNPA arbeitet mit den Gemeindeverwaltungen zusammen und tritt&nbsp; auch mit kräftiger Stimme gegenüber der Regierung in Cotonou auf. Auf nationaler und kommunaler Ebene setzt sich SYNPA dafür ein, dass die Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, der Agroökologie und Ernährungssouveränität vorangetrieben wird. Gleichzeitung&nbsp; unterstützt SYNPA die Bäuerinnen und Bauern darin, ihr Land besser nutzen zu können, um ein Leben in Würde zu führen. So wird ihnen beispielsweise geholfen, Zugang zu landwirtschaftlichen Ausbildungsprogrammen zu bekommen oder sich in Produktionsgruppen, die gemeinsam landwirtschaftliches Material nutzen,&nbsp; zu organisieren. <a href="http://synergiepaysanne.org/" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://synergiepaysanne.org/ </a><br /><br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Projekte</category>
			<category>Partner</category>
			<category>Recht auf Nahrung</category>
			<category>Land Grabbing</category>
			<category>Nachhaltige Landwirtschaft</category>
			<category>Nahrung und Landwirtschaft</category>
			<category>EP Archiv</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 11:51:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Der Umgang mit Korruption will gelernt sein</title>
			<link>http://www.ppp.ch/de/deutsch/generalarchiv/single-news/article/8/585/</link>
			<description>Am 27. März 2012 fand die jährliche NGO-Konferenz zu Korruptionsbekämpfung in der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In den letzten Jahren gewann die Frage der Korruptionsbekämpfung zunehmend an Bedeutung. Auch für Schweizer NGOs ist das Thema relevant, denn die Haftpflicht für korrupte Tatbestände im Schweizerischen Strafgesetzbuch gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Vereine. Eine Schweizer NGO, die als Verein eingetragen ist, kann also für Korruption selbst in Drittländern verantwortlich gemacht werden, wenn sie nicht nachweisen kann, über entsprechende Präventionsmassnahmen zu verfügen. </p>
<p class="bodytext">Nebst den strafrechtlichen gibt es jedoch auch diverse andere Gründe, weshalb Hilfswerke sich gegen Korruption einsetzen sollten. Dazu gehört die Tatsache, dass Korruption die Entwicklung der armen Länder untergräbt, die Effizienz der Entwicklungsprogramme reduziert und ein grosses Reputationsrisiko für Hilfswerke darstellt. <br /><br /></p>
<h5>Antikorruptionsprogramme </h5>
<p class="bodytext">Transparency International Schweiz (TI) und BFA haben nützliche Instrumente für NGOs entwickelt, die sich gegen Korruption einsetzen wollen. Dazu gehört etwa eine Selbst-Evaluation Checkliste, die es den Organisationen erlaubt eine Stärken-Schwächen-Analyse zu machen, die aufzeigt, wo die Gefahren für Korruption besonders gross sind. TI und BFA haben auch einen Ratgeber für NGOs erstellt, das einen Hilfswerk Leitlinien dafür bietet, ein Anti-Korruptions-Programm zu entwickeln und einzuführen. </p>
<p class="bodytext">Bestandteile davon sind ein Verhaltenscodex, eine Plattform für Whistle-Blowers, an die Verdachtsmeldungen adressiert werden können und vor allem Schulungen und eine Kommunikation, die es erlauben, dass alle Mitarbeitenden über das Antikorruptionsprogramm informiert sind und mit den Richtlinien umzugehen wissen. Zentral dabei ist auch die Zusammenarbeit mit Partnerorganisation: Auch sie müssen ermuntert werden, eigene Anti-Korruptions-Programme zu implementieren. <br /><br /></p>
<h5>Workshops mit konkreten Fallbeispielen</h5>
<p class="bodytext">Grosser Beliebtheit erfreuten sich bei den rund 40 Konferenzteilnehmer/innen aus 25 verschiedenen NGOs und Hilfswerken die Workshops zu konkreten Dilemma-Situationen in der Entwicklungszusammenarbeit. Eine Situation war z. B. die folgende: Ein NGO-Mitarbeiter muss regelmässig eine Grenze überqueren, wo lange Wartezeiten üblich sind. Durch Bestechung eines Zollbeamten&nbsp; hat er die Möglichkeit eines &quot;Fast-track&quot;-Prozesses. Die Workshop-Teilnehmenden konnten Strategien entwickeln, wie man sich in solchen Situationen verhalten sollte. <br /><br />Am Schluss der Konferenz wurde beschlossen, eine Erfahrungsaustauschgruppe mit etwa 12 interessierten NGOs zu gründen. Diese Gruppe soll ein gemeinsames und gegenseitiges Lernen ermöglichen, damit Hilfswerke sich besser gegen Korruption schützen können. <br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Entwicklungspolitik</category>
			<category>Korruption</category>
			<category>Faire Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 11:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Das Rückgrat von Afrika sind die Frauen“</title>
			<link>http://www.ppp.ch/de/deutsch/generalarchiv/single-news/article/8/584/</link>
			<description>Die Bauerngewerkschaft Synpa mit Salamatou Gazéré als ihre Vertreterin wurden im Rahmen der Aktion...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Brot für alle: Sehr geehrte Frau Gazéré, Sie und Synergie Paysanne wurden in der Aktion „A Voice in Rio“ zum beliebtesten Projekt gewählt. Mehr als siebentausend Menschen haben Ihnen Ihre Stimme gegeben. Was bedeutet das für Sie?</b><br /><br />Salamatou Gazéré: Mir bedeutet dieser Erfolg viel. Er weckt die Hoffnung, dass der Kampf der Bäuerinnen und Bauern zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen führt und insbesondere die Frauen auf dem Land mehr Unabhängigkeit erlangen.&nbsp; <br /><br /><b>Und was bedeutet der Erfolg für Ihre persönliche Arbeit und die Arbeit von Synergie Paysanne?</b><br /><br />Für meine Arbeit ist es eine grosse Motivation. Es zeigt mir, dass ich mich weiter mit all meiner Kraft dafür einsetzen muss, die Frauen auf dem Land davon zu überzeugen, dass sie etwas in ihrem Leben erreichen können, wenn sie gut und seriös arbeiten. Und dass sie so ihre Unabhängigkeit gewinnen und auf diese Weise zur Entwicklung ihrer Gesellschaft beitragen können. <br /><br />Für die Arbeit von Synpa bedeutet dieser Erfolg, dass ganz viele Menschen unsere Arbeit unterstützen und dass wir unsere Anstrengungen verdoppeln müssen, um die Unterstützung der nationalen und internationalen Öffentlichkeit für die Anliegen der Kleinbauernfamilien und die ökologische Landwirtschaft zu gewinnen. Nur so kann die Welt gerechter und nachthaltiger werden. <br /><br /><br /><b>Sie werden nun im Juni an den Weltgipfel in Rio reisen. Welche Ziele haben Sie sich für die Reise gesteckt?</b><br /><br />Meine Ziel ist es, der Welt mitzuteilen:</p><ul><li>dass das Rückgrat von Afrika die Frauen sind und dass sie deshalb viel mehr Aufmerksamkeit und Gerechtigkeit von Seiten der Mächtigen verdient haben.</li><li>dass die Frau auf dem Land alles macht und eigentlich Tausend Arme bräuchten. Es braucht unbedingt Massnahmen, die ihr Leben erleichtern. </li><li>dass die Frauen besser berücksichtigt und einbezogen werden müssen, damit wahre Entwicklung stattfinden kann. Es gibt keine wirkliche Entwicklung ohne die Bäuerinnen.</li></ul>]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Projekte</category>
			<category>Entwicklungspolitik</category>
			<category>Recht auf Nahrung</category>
			<category>Nachhaltige Landwirtschaft</category>
			<category>Land Grabbing</category>
			<category>Gender</category>
			<category>Nahrung und Landwirtschaft</category>
			<category>Kampagne</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 10:43:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Glencore in der Demokratischen Republik Kongo: Business auf Kosten von Menschenrechten und Umwelt</title>
			<link>http://www.ppp.ch/de/deutsch/generalarchiv/single-news/article/8/583/</link>
			<description>Bern/Luzern, 16. April 2012. Brot für alle und Fastenopfer kritisieren in einer neuen Studie die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Mine Tilwezembe in der Demokratischen Republik Kongo ist eine von vielen, die zum Imperium des Zuger Rohstoffkonzerns Glencore gehört: Die Konzession für Tilwezembe ist im Besitz der Glencore-Tochter Kamoto Copper Company (KCC). Die Mine wird von Glencore&nbsp; als „ruhend“ bezeichnet. Tatsache ist jedoch, dass auf dem Minengelände rund 1600 Kleinschürfer auf eigene Faust Rohstoffe abbauen. Mehr als ein Drittel dieser Kleinschürfer ist minderjährig. Umfassende Recherchen von Brot für alle und Fastenopfer haben zu Tage gefördert, dass ein Teil der Rohstoffe, die auf dem Minengelände abgebaut werden, über verschiedene Zwischenhändler in den Besitz von Glencore gelangen, obwohl das Unternehmen dies verneint. <br /><br />Damit trägt Glencore Mitverantwortung für die menschenunwürdigen Zustände in den Minen, wo die Kleinschürfer mit nackten Händen und ohne Sicherheitsvorkehrungen in bis zu 80 Meter tiefe Schächte hinuntersteigen. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen und die desolate Hygienesituation verursacht zahlreiche Krankheiten. Hinzu kommt, dass die Kleinschürfer nur einen Teil des Erlöses erhalten, der ihnen zustehen würde: Weil der Zwischenhändler Misa Mining die Mineraliengehalte herabsetzt und falsche Wechselkurse benutzt, kommen die Kleinschürfer um einen guten Teil ihres Einkommens. <br /><br /></p>
<h5>Vergiftete Flüsse, missbräuchliche Kündigungen und Steuervermeidung</h5>
<p class="bodytext">Die Studie von Brot für alle und Fastenopfer zeigt weiter auf, dass die Tätigkeiten, an denen Glencore beteiligt ist, in gewissen Gebieten zu gravierenden Umweltschäden führen: In einem Verarbeitungsbetrieb von Glencore in Luilu gelangt Schwefelsäure unbehandelt in den gleichnamigen Fluss - mit verheerenden Folgen für die Umwelt und die Menschen in den umliegenden Dörfer, die damit eine wichtige Wasserquelle verloren haben. Vor wenigen Tagen darauf angesprochen, behauptete Glencore, das Problem inzwischen behoben zu haben. &nbsp;<br /><br />Auch die Arbeitsbedingungen in den von Glencore offiziell betriebenen Minen entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderungen: Lokale Angestellte werden gegenüber ausländischem Personal diskriminiert, missbräuchliche Kündigungen ausgesprochen und Überstunden bleiben unbezahlt. Entgegen den Forderungen des kongolesischen Minengesetzes hat Glencore bislang auch keinen offenen Dialog mit den betroffenen Gemeinden von Luilu und Musonoi geführt. Die Lebensbedingungen in diesen Gemeinden haben sich durch die Tätigkeiten, für die Glencore massgeblich verantwortlich ist, massiv verschlechtert, und beide Gemeinden leiden unter chronischem Trinkwassermangel. &nbsp;<br /><br />Und nicht zuletzt bieten die Steuervermeidungspraktiken von Glencore Anlass zur Kritik: Zwar leistet Glencore im Kongo rechtmässig Abgaben in Form von Lizenzgebühren und Import / Exporttaxen. Indem das Unternehmen jedoch im Kongo erzielte Gewinne über interne Verrechnungen zwischen seinen Tochterfirmen in Steueroasen verlagert, entgingen dem kongolesischen Staat laut Berechnungen von <i>Fastenopfer</i> und <i>Brot für alle </i>Dividenden und Gewinnsteuern in der Höhe von rund 196 Millionen US$ in den letzten zwei Jahren. <br /><br /></p>
<h5>Glencore muss Verantwortung übernehmen</h5>
<p class="bodytext">„Wir verlangen, dass das Glencore-Management die bestehenden Probleme anerkennt und klar aufzeigt, was es dagegen zu tun gedenkt“, fordert Chantal Peyer, Verfasserin der Studie von<i> Brot für alle </i>und <i>Fastenopfer</i>. <br />Für sie ist klar: „Glencore hat noch einen weiten Weg vor sich, will es das verantwortungsvolle Unternehmen werden, als welches es sich in seinem Nachhaltigkeitsbericht präsentiert.“ Die Glencore-Verantwortlichen müssen nun dringend den Dialog mit der betroffenen Bevölkerung im Kongo suchen und konkrete Lösungen in die Wege leiten, um die Lebensbedingungen und in erster Priorität die Trinkwasserversorgung der Betroffenen zu verbessern. <br /><br />Zudem braucht es Steuertransparenz: &quot;Multinationale Unternehmen wie Glencore müssen ihre Rechnung nach Ländern offenlegen, damit ersichtlich ist, welche Steuern bezahlt (und nicht bezahlt) werden&quot;, sagt François Mercier, Mitverfasser der Studie. Diese Information braucht auch der kongolesische Staat, der an einer Reform seines Minengesetzes arbeitet. &quot;Wäre der Bergbausektor im Kongo richtig versteuert, würden die entsprechenden Einnahmen die Entwicklungshilfe für dieses Land mehr als übersteigen&quot;, so Mercier.<br /><br /></p>
<h5>Fall Glencore zeigt Schweizer Gesetzeslücken auf</h5>
<p class="bodytext">Das Beispiel Glencore macht einmal mehr deutlich, dass die Schweizer Gesetzgebung in Bezug auf die Tätigkeiten von internationalen Unternehmen gravierende Lücken aufweist. Es braucht dringend gesetzliche Anpassungen, damit in der Schweiz beheimatete Unternehmen die Verantwortung für die Tätigkeiten ihrer Tochterfirmen im Ausland übernehmen. <br /><br />Ausserdem muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass Betroffene vor Schweizer Gerichte gegen Schweizer Unternehmen Klagen können, deren Tochterunternehmen im Ausland Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen begehen. Diese Forderungen stellen Brot für alle und Fastenopfer im Rahmen der Koalition „Recht ohne Grenzen“ (www.rechtohnegrenzen.ch), in der sich rund 50 Organisationen zusammengeschlossen haben. <br /><br />Bereits 2011 haben die beiden Werke eine Petition mit über 27‘000 Unterschriften beim Bundesrat eingereicht. Diese verlangt nebst einer verbesserten Haftbarkeit von Unternehmen, dass transnationale Unternehmen ihre Finanzflüsse pro Land öffentlich machen, um der gängigen Praxis der Steuervermeidung einen Riegel zu schieben. <br /><br /><br /><b>Weitere Informationen und Bilder:</b><br /><br />Chantal Peyer, <i>Brot für alle</i>, Verantwortliche für Menschenrechte und Unternehmen<br /><br />021 614 77 10 / <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+qfzfsAcgb.qqq/di');" >E-Mail </a><br /><br /><a href="de/deutsch/ew/unternehmen-und-menschenrechte/schweizer-unternehmen/glencore-international-ag/" class="internal-link" >www.brotfueralle.ch/de/glencoreinternational</a><br />&nbsp;<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 10:26:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Wir fordern, dass Glencore zu seinen Fehlern steht und konkrete Lösungswege aufzeigt“</title>
			<link>http://www.ppp.ch/de/deutsch/generalarchiv/single-news/article/8/582/</link>
			<description>
In einem Interview gibt Chantal Peyer, Verantwortliche für Unternehmen und Menschenrechte bei...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Brot für alle: Sie sind Hauptautorin der Studie zu den Tätigkeiten von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo. Welches sind aus Ihrer Sicht die gröbsten Kritikpunkte an den Schweizer Rohstoffkonzern?</b></p>
<p class="bodytext">Chantal Peyer: Obwohl Glencore dies abstreitet, kauft der Konzern über verschiedene Zwischenhändler Rohstoffe von Kleinschürfern, die auf eigene Faust, ohne Sicherheitsvorkehrungen und oft mit blossen Händen in bis zu 80 Meter tiefe Schächte heruntersteigen, um die Rohstoffe zu gewinnen. Ein Grossteil von ihnen sind sogar Kinder und Jugendliche. Indem Glencore Rohstoffe kauft, macht sich der Konzern mitverantwortlich für diese Situation. Zudem werden die Kleinschürfer von den Zwischenhändlern „beschissen“, so dass ihr sowieso schon geringes Einkommen ins lächerliche heruntergedrückt wird. </p>
<p class="bodytext">Ein zweiter Punkt ist die massive Verschmutzung des Luilu-Flusses durch die Tätigkeiten des Konzerns. Der am Fluss angesiedelte Verarbeitungsbetrieb leitet fast vollständige Säure in den Fluss ab, womit die Umwelt zerstört wird und unzählige Menschen eine lebenswichtige Wasserquelle verlieren. In einem Gespräch letzte Woche hat Glencore zwar behauptet, dies inzwischen behoben zu haben. </p>
<p class="bodytext">Der dritte Punkt ist, dass Glencore die Betroffenheit der Bevölkerung ignoriert,&nbsp; welche im Zuge der Glencore-Tätigkeiten nun kaum mehr Zugang zu Trinkwasser haben oder denen die Häuser aufgrund der Bautätigkeiten einstürzen. Diese, obwohl das kongolesische Gesetz Glencore dazu verpflichten würde, den Dialog mit den betroffenen Gemeinden zu führen. <br /><br /><b>Sie haben mit Glencore über die Kritikpunkte gesprochen. Wie hat der Konzern darauf reagiert? </b></p>
<p class="bodytext">Glencore weist die Verantwortung für die Probleme von sich, indem sie sagen, sie hätten schon etwas dagegen unternommen oder es sei nicht ihre Aufgabe als Unternehmen, Staatsaufgaben zu übernehmen. Trotzdem stellen sie sich in ihrem Nachhaltigkeitsbericht als völlig soziales Unternehmen hin. Wir fordern von Glencore, dass Sie zu ihren Fehlern stehen und aufzeigen, was sie dagegen zu tun gedenken. Der Uno-Sonderberichterstatter für die Verantwortung von Unternehmen&nbsp; John Ruggie hat in seinem Schlussbericht festgehalten, dass Unternehmen dazu verpflichtet sind „to know and to show“ – also Probleme im Rahmen ihrer Tätigkeiten zu erfassen, anzuerkennen und etwas dagegen zu machen. Glencore tut dies nicht und fährt damit fort, die Probleme zu verneinen. </p>
<p class="bodytext">Die Haltung von Glencore macht einmal mehr deutlich, dass freiwillige Massnahmen nicht reichen, damit Unternehmen ihre soziale und ökologische Verantwortung übernehmen. Brot für alle und Fastenopfer haben sich deshalb einen Koalition von 50 NGOs angeschlossen (<a href="http://www.rechtohnegrenzen.ch/" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.rechtohnegrenzen.ch</a>), die von der Schweiz gesetzliche Bestimmungen verlangen, damit Unternehmen ihre Verantwortung besser wahrnehmen. <br /><b><br />Wie ist es Ihnen überhaupt gelungen, an die Informationen heranzukommen und die Missstände aufzudecken?</b></p>
<p class="bodytext">Das Problem war nicht, die Probleme zu erkennen, denn die sind vor Ort leider nur allzu augenscheinlich. Schwierig war es vor allem, fundierte Beweise zusammenzutragen, um das vor Ort gesehene belegen zu können. <br />Gemeinsam mit lokalen NGOs haben wir über einen Zeitraum von 6 Monaten Fakten zusammengetragen und rund 100 Personen befragt – Anwohner, lokale Behörden oder Provinzialgouverneure. <br /><b><br />Sie waren selber vor Ort und haben die Situation mit eigenen Augen gesehen. Was hat Sie dabei am meisten betroffen gemacht?</b></p>
<p class="bodytext">Am meisten bedrückt hat mich die Tatsache, dass bereits kleinste Investitionen z.B. in eine angemessene Trinkwasserversorgung die grundlegenden Bedürfnisse von Tausenden von Menschen lösen könnten. Während ein Konzern wie Glencore Milliardengewinne schreibt, kämpfen die von seinen Tätigkeiten betroffenen Menschen täglich, um das Notwendigste zusammenzukriegen und ihren Alltag zu meistern. &nbsp;<br /><b><br />Der Bericht hat medial hohe Wellen geworfen und eine grosse Öffentlichkeit erreicht. Wie geht es nun weiter?</b></p>
<p class="bodytext">Wir werden weiterhin mit unseren Partnern vor Ort zusammenarbeiten, um zu beobachten, ob Glencore wirklich Verbesserungen in den von uns kritisierten Punkten in die Hand nimmt. Ausserdem wollen wir die Bevölkerung und die Zivilgesellschaft so stärken und schulen, dass ihre Stimme und ihre Anliegen von der Regierung und den Unternehmen auch wahrgenommen werden.</p>
<p class="bodytext">Interview: Pascale Schnyder</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Entwicklungspolitik</category>
			<category>Unternehmensverantwortung</category>
			<category>Glencore</category>
			<category>EP Archiv</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 10:15:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Von Benin nach Rio: Modellprojekt für mehr Gerechtigkeit</title>
			<link>http://www.ppp.ch/de/deutsch/generalarchiv/single-news/article/8/580/</link>
			<description>Sechs Projekte mit Modellcharakter haben Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein in der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In vielen Ländern dürfen Frauen keinen Boden besitzen, nicht erben oder sie profitieren selten von landwirtschaftlichen Förderprogrammen und haben kaum Zugang zu Krediten. Wie es anders geht, zeigten die kirchlichen Hilfswerke Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein in der ökumenischen Kampagne «Mehr Gleichberechtigung heisst weniger Hunger» anhand von sechs erfolgreichen Frauenprojekten. Über 10‘000 Frauen und Männer haben im Rahmen von „A Voice in Rio“ ihre Stimme abgegeben. </p>
<p class="bodytext">Am meisten begeistert hat Salamatou Gazéré Dotia von der Organisation Synergie Paysanne in Benin. Ihr Projekt wird im Juni 2012 am Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung Rio+20 als Modell einer gerechteren Entwicklung vorgestellt: Ein selber gegrabener Brunnen, Verarbeitung der Feldfrüchte, bessere Lagermöglichkeiten und weitere Ideen der Gewerkschafterin Gazéré bringen heute einer ganzen Gruppe von Frauen mehr Einkommen.<br /><br />«Dieses Projekt und auch alle andern zeigen, was die gleichberechtigte Mitsprache von Frauen bewirkt, wie sich gut organisierte Basisbewegungen einbringen und den Lauf der Dinge beeinflussen können», macht Beat Dietschy, Zentralsekretär von <i>Brot für alle</i>, Mut, gegen Ungerechtigkeiten anzukämpfen: «Es sind Projekte, die deutlich machen, was wirklich nachhaltige Entwicklung und eine Alternative zum vorherrschenden Raubbaumodell der Wirtschaft ist.»</p>
<h5>Freiwillige und Spenden helfen</h5>
<p class="bodytext">Der Erfolg der Frauengruppen und vieler anderer Projekte von <i>Brot für alle</i>, <i>Fastenopfer</i> und <i>Partner sein</i> ist nur dank der grossen Unterstützung durch Freiwillige und grosszügige Spenderinnen und Spender möglich «Ohne dieses Engagement gäbe es unsere Werke nicht. Das Mittragen der ökumenischen Kampagne durch eine breite Öffentlichkeit ist Voraussetzung für unsere Arbeit zugunsten der Ärmsten dieser Welt», ist Antonio Hautle, Direktor des <i>Fastenopfers</i>, überzeugt: «Und es braucht auch künftig diesen Einsatz für eine gerechte und menschenwürdige Welt.»</p>
<p class="bodytext">Rund 4000 Freiwillige verkauften an 680 Orten 160'000 Max Havelaar-Rosen. In 590 Läden boten Bäckereien in der ganzen Schweiz in der Fastenzeit 2012 ein besonderes Brot mit einem Solidaritätszuschlag an. Besonders stark stieg dieses Jahr die Beteiligung in der Westschweiz. Insgesamt wurden rund 100‘000 Fähnchen mit den Logos der Werke bestellt, um die Brote zum Teilen auszuzeichnen.</p>]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Medienmitteilungen</category>
			<category>Kampagne</category>
			<category>Projekte</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:13:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Konzerne und Menschenrechte: Tagung in Bern</title>
			<link>http://www.ppp.ch/de/deutsch/generalarchiv/single-news/article/8/579/</link>
			<description>

Über 150 Personen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft haben an einer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Immer wieder kommen international tätige Unternehmen mit Sitz in der Schweiz mit Menschenrechten oder Umweltauflagen in Konflikt. An der Tagung von ‚Recht ohne Grenzen‘ in Bern wurden stellvertretend für viele Verstösse zwei Beispiele präsentiert.<br /><br />Die Peru-Fachfrau Susanna Anderegg, die mehrere Jahre im Andenstaat lebte, zeigte die enormen sozialen und ökologischen Risiken und Probleme auf, die entstehen, wenn ein Konzern wie Xstrata in einer strukturschwachen Region eines armen Landes tätig wird.<br /><br />Irène Wabiwa, Verantwortliche der Wald-Kampagne von Greenpeace Afrika, erläuterte das Beispiel des Schweizer Holzkonzerns Danzer in der DR Kongo. Dort kam es im vergangenen Jahr zu massiven Menschenrechtsverletzungen, als der Konzern die Sicherheitskräfte gegen protestierende Dorfbewohner/innen einsetzen liess.</p>
<h5>Schweiz speziell gefordert</h5>
<p class="bodytext">Auf die grosse Kluft zwischen dem, was die Schweiz in ihrer Aussenpolitik für die Menschenrechte unternimmt, und ihrer auffälligen Zurückhaltung gegenüber den eigenen Konzernen wies Peter Niggli hin. Als Hort von überdurchschnittlich vielen Multis trage die Schweiz eine spezielle Verantwortung, so der Geschäftsleiter von Alliance Sud. Hunderte von international tätigen Unternehmen hätten in den letzten Jahren ihren Sitz in die Schweiz verlagert. Für die Schweiz berge dies ein grosses Reputationsrisiko. Die Schweiz setze sich international zwar für freiwillige Richtlinien von Konzernen und Branchen ein. „Zahlreiche Beispiele zeigen aber, dass Selbstkontrolle nicht genügt, damit Unternehmen tatsächlich die Menschenrechte und Umweltstandards respektieren“, so Niggli.<br /><br /></p>
<h5>Konkrete Vorschläge für Gesetzesänderungen</h5>
<p class="bodytext">Wie verbindliche Bestimmungen ins Schweizer Recht integriert werden könnten, erklärte der auf Wirtschaftsrecht spezialisierte Anwalt François Membrez. Im Auftrag von ‚Recht ohne Grenzen‘ hat er eine Studie mit konkreten Gesetzesanpassungen erarbeitet. Membrez schlägt Verbesserungen in zwei Bereichen vor. Einerseits soll eine Sorgfaltspflicht für die Konzernzentralen bezüglich Menschenrechte und Umweltschutz verankert werden und auch für die Aktivitäten ihrer Tochtergesellschaften und Zulieferer im Ausland gelten. Heute haftet die Konzernzentrale in der Schweiz nicht für Verstösse ihrer Tochtergesellschaften – das Gesetz betrachtet sie als eigenständige juristische Personen. Zweitens, so Membrez, müssten die Opfer von solchen Umwelt- und Menschenrechtsverstössen besseren Zugang zu Schweizer Gerichten erhalten.<br /><br />In einer Podiumsdiskussion nahmen Vertreter der Wirtschaft, Bundesverwaltung und der Zivilgesellschaft zu den Vorschlägen Stellung. Dabei war man sich zwar einig, dass es im Spannungsfeld von Wirtschaft und Menschenrechten/Umweltschutz zusätzliche Massnahmen braucht. Über das konkrete Wie (freiwillig oder verbindlich) und Wo (in der Schweiz oder international) aber gingen die Vorstellungen weit auseinander.</p>]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Home</category>
			<category>Entwicklungspolitik</category>
			<category>Unternehmensverantwortung</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 20:14:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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